Dubai: Jumeirah Moschee

Die Philosophie des Zentrums für kulturelles Verständnis lautet “Offene Türen, offener Geist”. Das Zentrum organisiert Führungen in der Jumeirah Moschee (außer Freitags), für die man sich morgens ab 9:15 Uhr registrieren kann. Wir sind früh da und können uns in einem wunderschönen Wartebereich mit traditionellen Häppchen stärken, während sich der Raum füllt. Die Betreiber bemühen sich, einen offenen und toleranten Islam zu zeigen.

Die Moschee ist die schönste der Stadt. Sie hat 5 Kuppeln, 2 Minarette und strahlt in der Sonne in weiß-beige. Sie wurde erst 1975 erbaut und ist sehr schlicht.

Um 10 Uhr geht es los mit der Führung. Eine Stunde lang werden die traditionelle Waschung und das Gebetsritual gezeigt und die fünf Säulen des Islam erläutert. Dabei tragen wir selbstverständlich angemessene Kleidung. Wir dürfen außerdem alles fotografieren und Fragen stellen. Tracy (oder auch Latifah) kommt aus England und bemüht sich in sehr gut verständlichem Englisch, den Islam als weltoffenen und liberalen Glauben zu beschreiben. Viele Elemente sind uns neu. So glaubt der Islam auch an die Propheten Abraham und Jesus. Die Kaaba in Mekka ist leer und beinhaltet nicht die Überreste Mohammeds. Ausserdem steht sie dort, wo Abraham im Auftrag Gottes eine Gedenkstätte errichten lies, nachdem er seinen Sohn nicht geopfert hat. Mit dem radikalen Islam aus den Medien, dem Krieg gegen andere Religionen und der Unterdrückung von Frauen hat das, was Tracy erzählt, nichts zu tun.

Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Morgen: Reisen bildet halt doch und erweitert den Horizont.

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