Dubai ist größtenteils eine neue Stadt. Zwar gab es schon weit vor Christus erste Siedlungen, aber erst 1950 wurden öffentliche Gebäude der Neuzeit wie die Feuerwehr und das Polizeipräsidium gebaut. Als 1969 der Ölexport startete, hatte Dubai 59 T Einwohner, heute sind es 3,1 Mio. Einwohner. Ein gigantisches Wachstum, geplant auf dem Reißbrett. Ein Video dazu findet man hier.
Das Stadtbild ist weitgehend geprägt von Indern, Pakistanis, Afrikanern sowie chinesischen, russischen und westlichen Touristen. Araber sieht man selten, arabische Frauen noch seltener. Eigentlich ziemlich seltsam für eine arabische Stadt.
Dubai ist mittlerweile eine Stadt der Superlative; höchstes Gebäude der Welt, größte Mall der Welt, größtes freihängendes Aquarium der Welt, luxuriösestes Hotel der Welt, geschäftigster Flughafen der Welt etc. Daneben gibt es noch viele weitere unglaubliche “Sehenswürdigkeiten” wie die Jumeirah Palm, die in Form einer Palme künstlich angelegte Inselgruppe mit einer Küstenlinie von ca. 100 Kilometern oder die Skihalle “Ski Dubai” an der zweitgrößten Mall der Welt, der “Mall of the Emirates” (diese gefällt uns im übrigen besser als die doppelt so große glamouröse Dubai Mall). Die ganze Stadt wirkt wie ein riesiges kommerzielles Projekt in arabischem Besitz für Nicht-Araber, betrieben von Nicht-Arabern. Es ist so unglaublich, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Unterwegs sind wir in Dubai komfortabel mit einer Tageskarte der Metro, die auch erst 2009 in Betrieb genommen wurde und entsprechend modern, sauber, hell und neu wirkt. Frauen können in ein eigenes, männerfreies Abteil einsteigen (das ist dann doch sehr arabisch), müssen es aber nicht. Da das Wetter im Dezember leicht schwül ist und 30 Grad hat, sind wir froh, dass das Bahnsystem incl. der Stationen fast durchgängig überdacht und klimatisiert ist (an und für sich auch an Wahnsinn). Etwas kurios ist, dass aus Gründen des Energiesparens einige Laufbänder tagsüber stillgelegt sind.

Mit 24 Stunden Verspätung können wir unser Auto übernehmen. Alles hat perfekt geklappt bis auf ein falsch gestempeltes Carnet, um das wir uns beim Export nach Deutschland kümmern werden. Wir waren ganz schön nervös die letzten Stunden und sind jetzt überglücklich. Die Menschen hier sind alle unglaublich hilfsbereit, bemüht und fühlen sich verantwortlich, dass man das richtige bekommt. Wir freuen uns dennoch, raus zu kommen aus dem Wahnsinn und erstmal drei Tage Natur, Landschaft, Einsamkeit und Ruhe zu genießen.
