Dubai Traveller‘s Festival

Ins Leben gerufen wurde das Festival, das jedes Jahr im Mushrif-Park nahe dem Flughafen stattfindet, von Scheich Rashed Bin Oweidha Al Qubaisi, der zur Königsfamilie gehört. Der Scheich hat selbst auf mehr als 170.000 Kilometer mit dem Auto die Welt bereist. Jedes Jahr lädt er Reisende ein, Ihren Trip auf Postern und mit Vorträgen vorzustellen.

Der Scheich kommt am Abend und wird umlagert von Fotografen, einem Fernsehkamera-Team und seiner Gefolgschaft. Es sind ca. 20 Reisende für den Konferenz-Teil vor Ort. Wir schauen einen Vortrag über die erste Besteigung des Kilimanjaro per Kamel, wir hören dem ersten Emirati zu, der Europa mit dem Fahrrad bereist hat und reden an einem der Stände mit Mario, der von Kapstadt nach Kairo gelaufen ist und als nächstes eine Fahrt mit dem Elektroauto von Norwegen nach Südspanien und dann rund um den afrikanischen Kontinent plant. Die meisten der reisenden Aussteller haben eine Mission (z.B. die Elektromobilität bekannter machen oder zeigen, dass die Europäer ein freundliches Volk sind – kein Scherz…) und machen ihre Reise nicht rein aus Vergnügen so wie wir.

Es gibt auch eine Handvoll Aussteller für Reiseausrüstung. Wir lernen gleich zu Anfang den Südafrikaner Shaun Meyer mit seiner Firma Expedition Extreme kennen, der seit 13 Jahren in den Emiraten lebt und uns reichlich Tipps für die weitere Omanreise gibt. Er ist wahnsinnig freundlich und hilfsbereit und überspielt uns einige Wegpunkte und Tracks von seinem Rechner. In den nächsten Tagen sollen wir per WhatsApp noch Campingspots von ihm erhalten. Das Schöne an unserer Art zu reisen ist, dass wir von heute auf morgen planen und umentscheiden können.

Drei Imbissbuden sorgen für das leibliche Wohl. Bei Thomas kaufen wir zum Abendessen afrikanische Boerewors vom Grill, was in Dubai etwas kurios anmutet, aber für ein Traveller‘s Festival dann doch wieder kultig ist.

Neben uns gibt es auf der Camp-Area fünf Overlander aus Europa. Außerdem bleibt neben Shaun noch ein Algerier über Nacht, der aus Dubai University City in den Park getrampt ist und in einem der Dachzelte der Aussteller übernachten darf. Wir reden mit den Campern und einigen Tagesgästen des Parks und des Festivals über das Reisen, die Erfahrungen und Pläne und über Autos. Den Abend lassen wir bei Shaun und seiner Frau Ant gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

Insgesamt ist das Festival eine sehr kuriose Veranstaltung, macht aber Spaß und Lust auf’s (Weiter-) Reisen. Wer in der Nähe ist, sollte es sich nicht entgehen lassen.

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