Durch das Hajar al-Gharbi zur Küstenebene Batinah und weiter nach Muscat

In Al-Ain verlassen wir die Vereinigten Arabischen Emirate und reisen wieder in den Oman ein. Gleich hinter der Grenze ist es zunächst topfeben und die Gegend wirkt mit dem grauen Gestein wie eine bizarre Mondlandschaft.

Die Berge des Hajar-Gebirges sind im Osten zum Greifen nahe und schon bald erreichen wir hinter Qumayrs den ersten atemberaubend schönen, 1.000 Meter hohen Pass. Wir versuchen große Straßen zu vermeiden und schlängeln uns über Pisten, durch Oasen, durch kleine Orte und vorbei an Moscheen durch die Berge.

Die Strecke von Manqniyat in den Süden nach Al-Ayn ist wunderschön. Immer wieder laufen Ziegen oder Kamele über die Straße bzw. die Piste oder fressen in deren Nähe die dornigen Büsche.

Die ca. 20 Bienenkorbgräber auf dem Bergrücken nördlich des Ortes Al-Ayn sind eindrucksvolle Zeitzeugen aus der Zeit 3.000 vor Christus und zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Gräber sind aus grob behauenen Steinen in der Form von Bienenkörben aufgeschichtet, haben winzige Eingänge und sind ca. 3 Meter hoch. Einige haben mehrere Mauerschichten.

Das Wadi Dahm, in das sich die Straße weiterschlängelt, gibt einen ersten Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Am rechten Wadi-Rand verläuft eine Traum-Piste. Unterwegs kann man auf einem 800 Meter hohen Plateau mit tollem Ausblick in die Berge und in das trockene Flussbett des Wadi campen (vielen Dank an die Macher der App iOverlander).

Von Manqniyat nach Norden überquert man das Hajar-Gebirge Richtung Meer. Die Piste bis nach Murri ist ein absolutes Highlight. Sie windet sich durch die Berge, hinab durch ein phantastisches Trockental und vorbei an einer eingefallenen Festungsanlage.

Über Rustaq und Al-Hazm geht es für uns raus aus den Bergen in den flachen 40 Kilometer breiten Küstenstreifen Richtung Muscat.

Hinterlasse einen Kommentar