Wadis zwischen Muscat und Sur

Wir besuchen von Nord nach Süd die Küste herunter reisend mehrere Wadis zwischen Muscat und Sur.

Am besten gefällt uns das Wadi Al Arbeieen. Die Piste ist in einem phantastischen Zustand und schlängelt sich zwischen mehrere hundert Meter hohen, steilen Felswänden entlang. Immer wieder gibt es kleine Wassertümpel und Palmengärten. Das Wadi ist touristisch wenig erschlossen und wir bleiben über Nacht im trockenen Flussbett.

Solange es noch Tageslicht gibt, wiederhallt Vogelgezwitscher zwischen den Felsen. Mit Einbruch der Dunkelheit quaken Frösche um die Wette mit zirpenden Grillen. Ansonsten ist in der mondlosen dunklen Nacht kein Laut zu hören; man kann die Sterne und die Milchstraße gut sehen und in der Dunkelheit leuchten die Augen vorbeiziehender Esel.

„Wer das Wadi Shab nicht gesehen hat, hat den Oman nicht gesehen“, erzählen uns zwei Deutschen mit großem MAN LKW. Das Wadi ist zwar ganz hübsch, aber eher touristisch. Wir nehmen die kleine Fähre über den Fluss und laufen eine knappe Stunde über Steine zu den natürlichen Pools, in denen schon zig Touristen planschen. Unser Favorit war das nicht.

Das Wadi Tiwi ist eher nach unserem Geschmack. Nach dem Parkplatz geht es über Beton weiter in die Berge, immer am Canyon-Rand entlang. Die Strasse windet sich eng, steil und kurvig teilweise durch kleinste Orte. Bei Gegenverkehr kommt alles zum Erliegen. Immer wieder gibt es phantastische Blicke hinab ins Wadi.

Bani Khalid, das letzte Wadi auf diesem Abschnitt, fahren wir auf gut ausgebauter Asphaltstrasse vom Inland her an. Hier ist es unglaublich überlaufen. Die Pools wirken künstlich angelegt wie in einem Ferienressort in der Karibik. Wir nehmen lieber die Piste rauf in die Berge und schauen uns beim Picknick in der Einsamkeit den Trubel von oben an.

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