Kaum eine Frage beschäftigt Offroad-Reisende wohl so sehr wie die nach dem richtigen (nächsten) Basisfahrzeug. Die Auswahl ist unendlich; der eine fährt mit einem über 40 Jahre alten Toyota Landcruiser bis nach Australien, der nächste kauft einen 18-Tonnen-Zetros von Mercedes und findet sein Glück in St.-Peter-Ording. Das Panoptikum an Möglichkeiten ist so individuell wie die Anforderungen – mindestens.
Hier liegt aber auch der Schlüssel; das Fahrzeug muss zu den eigenen Anforderungen passen. Uns war wichtig, dass wir ein technisch einfaches, gut wartbares Basisfahrzeug erhalten, das wir weltweit nutzen können und das keine Anforderungen an den verfügbaren Diesel stellt. Aufgrund komplizierter Motorentechnik scheiden damit die meisten nach 2000 gebauten Fahrzeuge aus. Ferner sollte das Fahrerhaus modern und komfortabel sein; der Radstand sollte für eine Kabine von ca. 4,5m Länge passen, bei kurzem Radstand, damit das Fahrzeug kompakt bleibt. Trotz Kabine sollte das Fahrzeug bzgl. Gewicht noch Reserven haben; ein potenter Allradantrieb mit Sperren stand zudem im Lastenheft. Wegen mangelnder Zeit, ausbaufähigem Talent und nicht zuletzt auch fehlendem Platz kam außerdem nur ein gut restauriertes Basisfahrzeug in Frage, das dann auch noch zu einem akzeptablen Preis verfügbar sein sollte.
Die beste Lösung – nicht einmal der beste Kompromiss, da wir alle Anforderungen erfüllen konnten – stellt der Steyr 12M18 dar, in der von Excap auf „besser-als-neu“ restaurierten Version. Komfortabler als ein Unimog, kleiner als ein MAN KAT, wendiger als ein Mercedes und besser verfügbar als ein alter IVECO. Eine Vorstellung des Steyr als Basisfahrzeug findet sich hier. Dass wir nicht ganz falsch gelegen haben können, zeigt die Tatsache, dass sich die Preise für das Fahrzeug (wohlgemerkt unrestauriert mit Baujahren um 1986) seit unserem Kauf in 2015 um die Hälfte erhöht haben.