Historisch interessant ist das am Rathausplatz gelegene Schwarzhäupterhaus, das meistfotografierte Gebäude Rigas. Die Bezeichnung des Gildenhauses beruht darauf, dass die Vereinigung der Kaufleute der ehemaligen Hansestadt die Compagnie der Schwarzen Häupter genannt wurde. Im 2. Weltkrieg wurde das Haus stark beschädigt, später gesprengt und erst nach der Unabhängigkeit Lettlands wieder aufgebaut. Heute prangt an seinem Giebel wieder der Spruch „Sollt ich einmal fallen nieder, so errichtet mich doch wieder.“ Mission erfüllt würden wir sagen.
Hier am Rathausplatz befindet sich neben dem Schwarzhäupterhaus ein interessantes weiteres historisches Denkmal. Angeblich im Jahre 1510 hatten die Schwarzhäupter Sorge die Flammen des Feuers einer riesigen Tanne zur Feier der Wintersonnenwende könnten auf umliegende Häuser übergreifen. Kinder schmückten daraufhin den Baum und man entschied ihn zum Fest aufzustellen statt zu verbrennen. Der erste geschmückte Weihnachtsbaum war errichtet.
Östlich dem Stadtkanal befindet sich das imposante Freiheitsdenkmal aus dem Jahr 1935. es ist bis heute ein Symbol der Unabhängigkeit Lettlands, das die Besetzung durch die Nazis und Russlands überstand. Die drei Sterne, die die Figur Milda auf der Spitze eines Obelisken thronend in den Himmel streckt symbolisieren die drei Regionen Lettlands.
Gut, dass die Gebäude alle noch stehen. Steigt doch der Legende nach alle 100 Jahre ein Geist aus der Düna und fragt den ersten Passanten, ob Riga bereits fertig gebaut wurde. Ist Riga fertig gebaut, wird es in den Fluten des Flusses versinken, verneint der Passant, steigt der Geist wieder hinab in den Fluss.
Auch kulinarisch hat die Stadt so einiges zu bieten. In der Altstadt folgt ein Restaurant dem nächsten, unterbrochen von indoor und outdoor Bars und Cafés, teilweise mit Live-Musik. Unser Favorit ist das lettische Restaurant Milda. Nika kümmert sich um uns Gäste und berät mit tollen Tipps, während der Küchenchef sehr schmackhafte traditionelle Gerichte zaubert. Vielleicht hatten wir einfach Glück, aber überall wo wir gegessen haben waren die Speisen frisch zubereitet, nett angerichtet und äußerst lecker. Ein Highlight des Nachtlebens ist die Skyline Bar im Radisson Blu Latvija Conference & Spa Hotel, wo es neben einem tollen Ausblick zum Sonnenuntergang leckere Cocktails gibt.
Viel zu schnell sind die drei Tage vorbei und es geht schon wieder nach Hause …
