Der Afsluitdijk, der Noord-Holland und Friesland verbindet, ist mehr als 30 Kilometer lang und trennt das Ijsselmeer von der Nordsee. Offiziell eröffnet wurde das Bauwerk bereits 1933. Die schwarz-weißen Fotos vom Bau am Info-Point sind beeindruckend. In Anbetracht der vergleichsweise einfachen Mittel, die damals zur Verfügung standen, eine bemerkenswerte Leistung.
Wir fahren bis nach Harlingen und genießen einen ruhigen und sonnigen Tag. Über den Deich laufen wir zum Hafen und beobachten Ausflugsschiffe. Wir finden ein nettes Café mit Meerblick, haben Glück, auf der windgeschützten Terrasse noch einen Platz zu ergattern, trinken einen Wein und naschen Nachos. Zum Sonnenuntergang liegen wir am Deich auf der Wiese und schauen auf‘s Meer. Was für ein entspannter Tag.





Gut, dass Christoph etwas mehr Holländisch kann als Ina: Der fangfrische Fisch, der in Harlingen verkauft wird, wird nämlich nicht – wie von Ina vermutet – von einer Dame namens „Elke Zaterdag“ verkauft, sondern „Jeden Samstag“. Wir haben am Mittwoch also nicht lange nach Elke gesucht.
Auf der Weiterfahrt kommen wir an riesigen Wiesen vorbei. Kühe und Rinder haben viel Platz auf ihren Weiden. Alles wirkt sehr idyllisch und wir sind in Urlaubsstimmung.
Die Kleinstadt Dokkum ist ein zufälliger Glückstreffer. Wir haben Lust auf eine Pause, halten spontan auf einem Parkplatz an und bummeln durch den traumhaften Ort. Es gibt zwei Windmühlen und mehrere Klappbrücken über die Gracht, viele alte Gebäude mit Treppengiebeln, eine nette Fussgängerzone, putzige kleine Läden und heimelige Cafés in der Innenstadt sowie auf Pontons in der Gracht. Der Wochenmarkt zieht sich entlang der Fußgängerzone durch den halben Ort. Es gibt Gemüse, Fisch, Käse und vieles mehr. Wir lassen uns von der guten Stimmung anstecken und kaufen Käse, Kräcker und einen Dipp für den Abend. Immer wieder begegnet uns im Ort der Heilige Bonifatius. Dank Google erfahren wir, dass der aus England stammende christliche Priester als Missionar unter anderem in Friesland unterwegs war und benediktinische Klöster gründete. Er wurde über 80jährig wenig gastfreundlich im Jahre 754 bei Dokkum erschlagen. Wir hingegen genießen die Freundlichkeit des Ortes und würden gerne länger bleiben – zum Beispiel auf dem wunderschön anmutenden Stellplatz direkt an der Gracht. Aber wir wollen heute noch weiter Richtung Grenze und das Wetter wird langsam auch wieder schlechter.


