Lohnt sich das denn?

Schon zu unserem Defender bekamen wir immer wieder eine Frage gestellt. Sich einen geländegängigen Camper aufzubauen und den auch noch zum Reiseziel zu verschiffen – lohnt sich das denn?

Die rein betriebswirtschaftliche Antwort lautet ohne zu zögern NEIN. Dazu sei eine kleine Rechnung angestellt; das durchschnittliche, in Deutschland verkaufte Wohnmobil kostet derzeit ca. 70.000 EUR. Ein solches Fahrzeug bspw. in der Zwischensaison für eine Woche zu mieten, kostet gut 800 EUR. Bei beispielsweise drei Wochen Reisedauer entstehen also Kosten von rund 2500 EUR. Das bedeutet – ein typisches Kauf-Wohnmobil kann man ebenso gut 28 Jahre lang jedes Jahr 3 Wochen mieten, anstatt es einmal zu kaufen. Dabei sind Steuer und Versicherung nicht mal betrachtet, ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Mietmobil immer ein oder höchstens zwei Jahre alt ist. Ein Kauf „rechnet“ sich also nur bei sehr viel mehr Reisezeit im Jahr – oder wenn man die Anschaffung nicht aus finanziellen Gründen tätigt, sondern andere Motive hat; Freiheitsdrang, Fernweh, Selbstverwirklichung oder den Besitz eines solchen Fahrzeugs an sich. Vielleicht ist es auch nur ein lange gehegter, persönlicher Traum, der – in Form von Gummi, Stahl und GFK – die Chance hat, vor den eigenen Augen Wirklichkeit zu werden. Ach so, für die Rechnung oben hatte ich ein Wohnmobil zugrunde gelegt. Ein Expeditionstruck ist sehr viel teurer. Insofern rechnet der sich auch sehr viel weniger. Rein betriebswirtschaftlich betrachtet …

… und rein emotional? Auf unserer Reise durch den Oman zum Jahreswechsel 2018/19 hatten wir Gelegenheit darüber nachzudenken, darüber in einem späteren Blog aber mehr.

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