Details am Heck

Zwischenzeitlich macht auch das Heck Fortschritte. Der Bereich ist wohl die größte gestalterische Herausforderung; am Heck ist unser Ersatzrad montiert, das nur mit einem Kran bewegt werden kann. Zudem sollen Sandbleche am Heck angebracht werden können. Der Gesetzgeber schreibt einen Heck-Unterfahrschutz vor, um bei einem Unfall ein auffahrendes Fahrzeug zu schützen. Der Unterfahrschutz soll bei uns klappbar sein, um im Gelände den Böschungswinkel nicht einzuschränken. Er sollte aber in keiner Position die Rückleuchten oder das Kennzeichen verdecken. Und wir stellen uns zwei Staukästen am Heck vor, die auch den Böschungswinkel nicht einschränken sollen.

Bocklet hat ganze Arbeit geleistet und unsere teilweise widersprüchlichen Wünsche bestmöglich umgesetzt. Unser Steyr bekommt bei hochgeklapptem Unterfahrschutz einen sehr guten Böschungswinkel, Platz für Sandbleche gibt es auch, Kennzeichen und Leuchten sind gut sichtbar und zulassungskonform angebracht. Der einzige Kompromiss: im Gelände verdeckt der hoch geklappte Unterfahrschutz die Rückleuchten. Aber wenn das Gelände so herausfordernd ist, dass wir den Unterfahrschutz wegklappen müssen, ist das wohl vertretbar …

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So langsam festigt sich auch das Bild bezüglich einiger Zubehör-Teile. Vermutlich werden wir die Staukisten über das Edelstahlhaus beziehen, die zu moderaten Preisen auf Maß fertigen. Und unsere Sandbleche kaufen wir aller Voraussicht nach bei gmb mount. Viele einfache Sandbleche sind nur für leichte Geländewagen ausgelegt; die Bleche von gmb sollten jedoch für das Gewicht eines LKW ausreichend sein.

Hochzeit

Uns haben neue Bilder aus Koblenz erreicht – und diesmal besonders spannende! Die Kabine ist mittlerweile auf dem Fahrzeug montiert, und wir bekommen zum ersten Mal einen realistischen Eindruck vom fertigen LKW. Wir sind total begeistert! Die Proportionen erscheinen auf den Bildern sehr stimmig und der kompakte Charakter des Steyr mit seinem kurzen Radstand bleibt gut erhalten. Die Abschrägungen am Heck sorgen für einen guten Böschungswinkel, die Radausschnitte erlauben eine ordentliche Verschränkung im Gelände und eine sehr niedrige Montage der Kabine auf dem Fahrzeug. Damit scheint auch die Gesamthöhe mit Kabine nicht wesentlich größer zu sein als die des Fahrerhauses mit Dachträger.

Im nächsten Schritt wird die „Treppenkiste“ montiert; danach können dann die Staukisten geplant werden. Eine wird vor der Treppenkiste angebracht; diese nimmt unter anderem die Reifendruck-Regelanlage auf. Die anderen beiden kommen unter das Heck hinter die Hinterachse und werden an die Konturen der Radausschnitte und der Heckschräge angepasst. Um den Platz konkurrieren noch zu beschaffendes Bergematerial und eine Außenküche. Dann werden die Tanks ausgemessen und passend angefertigt… es geht spürbar voran!

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Stipvisite in Koblenz

Endlich ist es soweit und wir können unsere Leerkabine in Koblenz bei der Firma Bocklet bestaunen. Ganz ehrfürchtig stehen wir vor dem riesigen Kasten aus Sandwichplatten, streicheln vorsichtig über die Lackierung und heben die Klappe der Heckgarage an. Wir schleichen um die aufgeständerte Kabine herum, klettern das erste Mal durch die Türöffnung in unser zukünftiges rollendes Zuhause und stellen uns in der noch leeren Kabine vor, wie es wohl sein wird, darin irgendwann ein paar Monate oder gar Jahre am Stück zu leben.

Es gibt einiges zu besprechen: Wie soll im Bad der Waschtisch montiert werden, welcher Kühlschrank soll es werden, ist ein Fahrradträger am Heck realisierbar und wie passt der Bau der Kraftstofftanks in den Zeitplan bis zur nächsten Abenteuer & Allrad, auf der unser Mzungu als Aussteller stehen wird? Wir sind fast zwei Stunden vor Ort und besprechen die offenen Punkte.

Wir schauen natürlich auch nach unserem Steyr, um sicher zu gehen, dass es ihm gut geht mit seinem frisch montierten Zwischenrahmen, der bald die Kabine tragen wird.

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Einmal streicheln muss schon sein, bevor wir wieder Abschied nehmen und uns auf das nächste Mal freuen …

… dann hat hoffentlich die Hochzeit von Kabine und Fahrgestell stattgefunden und wir können die ersten Innenausbauten anschauen.