Hochzeit

Uns haben neue Bilder aus Koblenz erreicht – und diesmal besonders spannende! Die Kabine ist mittlerweile auf dem Fahrzeug montiert, und wir bekommen zum ersten Mal einen realistischen Eindruck vom fertigen LKW. Wir sind total begeistert! Die Proportionen erscheinen auf den Bildern sehr stimmig und der kompakte Charakter des Steyr mit seinem kurzen Radstand bleibt gut erhalten. Die Abschrägungen am Heck sorgen für einen guten Böschungswinkel, die Radausschnitte erlauben eine ordentliche Verschränkung im Gelände und eine sehr niedrige Montage der Kabine auf dem Fahrzeug. Damit scheint auch die Gesamthöhe mit Kabine nicht wesentlich größer zu sein als die des Fahrerhauses mit Dachträger.

Im nächsten Schritt wird die „Treppenkiste“ montiert; danach können dann die Staukisten geplant werden. Eine wird vor der Treppenkiste angebracht; diese nimmt unter anderem die Reifendruck-Regelanlage auf. Die anderen beiden kommen unter das Heck hinter die Hinterachse und werden an die Konturen der Radausschnitte und der Heckschräge angepasst. Um den Platz konkurrieren noch zu beschaffendes Bergematerial und eine Außenküche. Dann werden die Tanks ausgemessen und passend angefertigt… es geht spürbar voran!

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Stipvisite in Koblenz

Endlich ist es soweit und wir können unsere Leerkabine in Koblenz bei der Firma Bocklet bestaunen. Ganz ehrfürchtig stehen wir vor dem riesigen Kasten aus Sandwichplatten, streicheln vorsichtig über die Lackierung und heben die Klappe der Heckgarage an. Wir schleichen um die aufgeständerte Kabine herum, klettern das erste Mal durch die Türöffnung in unser zukünftiges rollendes Zuhause und stellen uns in der noch leeren Kabine vor, wie es wohl sein wird, darin irgendwann ein paar Monate oder gar Jahre am Stück zu leben.

Es gibt einiges zu besprechen: Wie soll im Bad der Waschtisch montiert werden, welcher Kühlschrank soll es werden, ist ein Fahrradträger am Heck realisierbar und wie passt der Bau der Kraftstofftanks in den Zeitplan bis zur nächsten Abenteuer & Allrad, auf der unser Mzungu als Aussteller stehen wird? Wir sind fast zwei Stunden vor Ort und besprechen die offenen Punkte.

Wir schauen natürlich auch nach unserem Steyr, um sicher zu gehen, dass es ihm gut geht mit seinem frisch montierten Zwischenrahmen, der bald die Kabine tragen wird.

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Einmal streicheln muss schon sein, bevor wir wieder Abschied nehmen und uns auf das nächste Mal freuen …

… dann hat hoffentlich die Hochzeit von Kabine und Fahrgestell stattgefunden und wir können die ersten Innenausbauten anschauen.

Wasser unterwegs – Teil 2

Seit dem ersten Teil von „Wasser unterwegs“ wurden einige Stunden in Internetrecherchen investiert, Daten und Preise verglichen und Teile bestellt. Alles ist eingetroffen; unheimlich viel Zeug, was jetzt zusammen hoffentlich funktioniert.

Das ganze System wird mit Schläuchen von ½ Zoll Durchmesser aufgebaut, die trinkwassergeeignet sind. Alle Kupplungen und Verbinder müssen den passenden Durchmesser haben. Die Schlauchlängen sind  1m, 3m, 6m und 20m; damit sollten sich alle im ersten Teil genannten Konfigurationen aufbauen lassen. Für die Vorförderpumpe haben wir uns für eine Einhell Gartenwasserpumpe mit 650W entschieden; die 24V Befüllpumpe, die einen ausreichenden Druck für die Filterkartusche erzeugen muss, ist eine Marco UP10 Zahnradpumpe, die für Dauerlauf ausgelegt. Wir verwenden die gleiche Lilie Certec 3in1 Filterkartusche wie im Fahrzeug, aber in einem einfacheren Gehäuse.

Alle technischen Daten sind soweit abgeglichen; die Zahradpumpe liefert max. 7bar Druck, das Gehäuse hält 10bar stand und hat zudem ein Überdruckventil. Der mögliche Durchfluss durch die Kartusche beläuft sich auf 13,6l/min, die Pumpe liefert höchstens 18l/min, bei Gegendruck entsprechend weniger. Die große Unbekannte: welchen Widerstand bietet die Filterkartusche, welcher Durchfluss wird noch erreicht und steigt der Druck vor dem Filter vielleicht so an, dass das Überdruckventil öffnet? Brauchen wir eine zweite, parallel geschaltete Kartusche?

Also wird alles mit unzähligen Gardena-Verbindern zusammen gebaut – und funktioniert auf Anhieb!

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Die Gartenpumpe füllt durch den 20m-Schlauch einen 10l Eimer in 30sec, liefert also bis zu 1200l/h. Unsere Befüllpumpe benötigt – für die Förderung durch die Keramikkartusche samt Aktivkohle! – für die gleiche Menge 35sec, fördert also rund 1000l/h und damit sehr viel mehr als gedacht. Eigentlich sogar mehr als für die Filterkartusche zulässig, insofern müssen wir wohl noch über einen Druckminderer nachdenken oder doch eine zweite Kartusche parallel schalten. Rechnerisch wäre ein 300l Tank in knapp 18min gefüllt; der Wert erhöht sich aber schnell, wenn sich die Kartusche mit Sediment zusetzt. Daher sind wir froh um die Reserven. Zudem läuft alles ausgesprochen leise und nichts tropft.

Der nächste Schritt ist die Unterbringung der Filteranlage in geeigneten Staukisten – aber dafür fehlt uns noch das Rastermaß für die Kisten in unserer Heckgarage.

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