Kopenhagen ist die Hauptstadt Dänemarks und liegt im Osten der Insel Seeland. Die Altstadt, Friedrichsstadt entstand ab 1748 unter Frederik V, den die Grachten in Amsterdam fasziniert hatten. Entsprechend ist auch Kopenhagen von Wasserkanälen durchzogen und kann wundervoll bei einer Bootsfahrt erkundet werden. Man fährt zum Beispiel in Nyhaven los, vorbei an der Oper, an alten Lagergebäuden, am Stadtschloss Christiansborg (hier sitzt heute das dänische Parlament), am Designmuseum und durch hübsche Wohnviertel. Gefahren wird mir ganz flachen, aber breiten Booten, die aussehen wie Pfannkuchen, weil die Brücken sehr niedrig sind.
Wir starten unsere Besichtigung in einem der Außenbezirke Kopenhagens, in Brønshøj. Hier steht Grundtvigs Kirche, die als Denkmal für den Prister, Schriftsteller und Lehrer Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, gebaut wurde. Finanziert wurde sie von Spendengeldern von Dänen im In- und Ausland. Die Summe wurde dann durch die Dänische Regierung verdoppelt. Final geweiht wurde sie im September 1940. Innen wie außen ist das gotisch wirkende Bauwerk von schlichter, karger Schönheit. Die beige-gelben Steine aus denen die Kirche besteht sind normales, einfaches Baumaterial und innen gibt es keine Bilder oder Statuen. Es gibt jedoch wie häufig in Dänemark ein Modellschiff, in diesem Fall die riesige „Dronning Alexandrine“. Die Kirche ist unglaublich beeindruckend und wir können uns kaum satt sehen.


In der Innenstadt befinden sich die Torvehallerne, mehrere Hallen mit den unterschiedlichsten Ständen an denen man vom Smörebröd, über Tee, Fleisch und Käse, Gewürze, Konditorwaren, Kochbücher und Küchenutensilien alles kaufen kann was im weitesten Sinne mit Essen und Trinken zu tun hat, einen edlen Eindruck macht und einen edlen Preis hat. Es ist dennoch schön einfach durch die Delikatessen zu schlendern, sich von seinen Sinnen leiten zu lassen und sich hier und da dem Genuss hinzugeben.


Auch Schloss Amalienburg (hier residiert die Königin) und ihr gegenüber die Frederikskirken liegen in Friedrichsstadt. Das Schloss ist ganz nett, wirklich beeindruckt hat uns aber die Kirche. Sie ist das Gegenteil zur Schlichtheit von Grundtvigs Kirche, denn sie ist über und über mit Gemälden geschmückt und hat ein riesiges goldenes Altarkreuz. Die Kuppel ist wahnsinnig schön anzusehen und ein einziges riesiges Kunstwerk. Auch hier können wir uns kaum satt sehen.

Die Vergnügungsmeile Nyhaven ist alles andere als ein neuer Hafen, wie der Name vermuten lassen würde. Hier haben bereits vor über 200 Jahren die Schiffe angelegt. Heute reihen sich Bars, Restaurants und Kneipen aneinander und die Ausflugsschiffe müssen aneinander vorbei rangieren. Die Stimmung im Hafen ist gerade abends stimmungsvoll und man kann sich wundervoll treiben lassen. Wir genießen die Stadt und das bunte Treiben bei gutem Wetter. Man sollte diesen Teil der Stadt sowie die Fussgängerzone zwischen den Torvehallerne und dem Nyhaven aus unserer Sicht auf keinen Fall verpassen.







